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Ein saftiges Steak ist für jeden Fleischliebhaber ein purer Genuss. Egal ob vom Grill oder aus der Pfanne, die richtige Zubereitung ist wichtig, da ansonsten das Steak schnell trocken und zäh wird. Wir zeigen Ihnen, wie das perfekte Steak zuhause, in der Grill-Pfanne, gelingt.

Ein gutes Stück Fleisch ist ausschlaggebend

Bei der Fleischauswahl sollten Sie genau darauf achten, welche Qualität das Fleisch hat. Eine schlechte Haltung des Tieres, macht sich auch im Geschmack bemerkbar. Daher sollten Sie Ihr Steak lieber vom Bio-Metzger um die Ecke beziehen, als aus dem Kühlregal vom Discounter. Dies ist zwar etwas teurer, jedoch ist die Qualität des Fleisches um Welten besser. Fleisch aus der Massentierhaltung ist für Gaumenfreunde des guten Geschmacks ein absolutes No-Go! Verzichten Sie daher lieber ab und zu auf Fleisch und gönnen Sie sich dafür als Highlight seltener ein gutes Steak. Leckere und ausgefallene Grillrezepte, finden Sie hier auf unserer Seite.

Steak richtig vorbereiten

Vor dem anbraten des Steaks, sollten Sie das Fleisch zunächst für einige Zeit bei Zimmertemperatur „aufwärmen“ lassen. Dies sorgt dafür, dass kein Temperaturschock entsteht und sich die Fleischfasern zu sehr zusammenziehen. Dies macht nämlich das Fleisch zäh, was man bei einem Steak auf keinen Fall haben möchte.

Außerdem sollten Sie das Fleisch vor der Zubereitung trocknen. Dies können Sie mit einem Stück Küchenrolle tun. Denn befindet sich zu viel Flüssigkeit in der Pfanne, entstehen nicht die gewünschten Röstaromen durch das braten, sondern das Fleisch wird eher „gekocht“.

Die richtige Pfanne ist entscheidend

Bei der Auswahl der Pfanne sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass sich die Pfanne für das scharfe anbraten eignet. Die Pfanne sollte weder zu klein, noch zu dünn sein. Denn ansonsten kühlt die Pfanne beim Braten zu schnell aus. Am besten sind für Steaks Gusseiserne Pfannen, Stahlpfannen oder spezielle Grillpfannen geeignet.

Vor dem anbraten sollten Sie die Pfanne mit etwas Öl gut vorheizen. Dabei können Sie pflanzliches Öl bzw. Olivenöl verwenden. Legen Sie anschließend das trockene und zimmerwarme Steak in die heiße Pfanne. Achten Sie darauf die Pfanne nicht zu überhitzen. Wir wählen zum Anbraten unserer Steaks immer die Stufe 6 von 9 auf unserem Herd. Die optimale Kerntemperatur des Steaks ist 60 °C. Bei dieser Kerntemperatur bleibt das Fleisch schön saftig und ist medium gebraten.

Während dem anbraten des Fleisches sollten Sie keinen Deckel für die Pfanne verwenden. Denn so würde das austretende Wasser aus dem Fleisch am Deckel kondensieren und in die Pfanne laufen, sodass auch hier wieder wie eingangs erwähnt das Fleisch eher „gekocht“ als gebraten wird. Damit während des Bratvorgangs Ihre Küchenwände sauber bleiben, eignet sich hierfür die Verwendung eines Spritzschutz für Ihre Küchenrückwand.

Das perfekte Steak - Kerntemperatur messen und Drucktest
Das perfekte Steak – Kerntemperatur messen und Drucktest (Bild: Pixabay)

Das Perfekte Steak: Kerntemperatur und Drucktest

Es gibt zahlreiche Hilfsmittel zur Ermittlung des richtigen Garpunktes für Steaks. Doch die ältesten und bewährtesten Methoden sind die Messung der Kerntemperatur oder der sogenannte Drucktest. Bei beiden Varianten lässt sich ziemlich genau der Garpunkt des Fleisches ermitteln. Wie Sie die einzelnen Garstufen anhand der Kerntemperatur und des Drucktests ermitteln können, haben wir Ihnen nachfolgend erklärt.

Steak: Garstufe anhand der Kerntemperatur ermitteln

Bei der Zubereitung von Rindfleisch wird normalerweise zwischen vier Garstufen, Rare, Medium Rare, Medium, Well done, unterschieden. Manche Restaurants bieten auch noch Zwischenstufen an, welche jedoch bei der Zubereitung zuhause, kaum Berücksichtigung finden. Die einzelnen Garstufen können mithilfe einer Messung der Kerntemperatur ermittelt werden. Diese unterscheiden sich wie folgt:

  • Rare: In dieser Garstufe ist das Fleisch noch sehr roh und stark blutig. Die Kerntemperatur beträgt hier zwischen 45 °C und 47 °C. Das Fleisch weist eine leichte Bräunung auf und die Fleischfarbe ist dunkelrot.
  • Medium Rare: Bei dieser Garstufe ist das Fleisch etwas weniger blutig. Die Kerntemperatur beträgt hier zwischen 50 °C und 52 °C. Die Bräunung ist etwas stärker und das angeschnittene Fleisch weist einen rosafarbenen Rand auf.
  • Medium: Dies ist die beliebteste Garstufe. Das Fleisch ist hierbei halb durchgegart und hat eine Kerntemperatur zwischen 60 °C und 62 °C. Das Fleisch weist eine hellrosane Färbung auf.
  • Well done: Wer sein Fleisch lieber durchgegart haben möchte, der wählt diese Garstufe. Hierbei beträgt die Kerntemperatur zwischen 70 °C und 85 °C. Das Fleisch weist hierbei keine rötliche Färbung mehr auf.

Je nach Geschmack können Sie anhand dieser Kriterien den Garpunkt Ihres Steaks ermitteln. Ähnlich funktioniert dies auch mit dem Drucktest. Wie Sie diesen anwenden können, zeigen wir Ihnen jetzt.

Steak: Garstufe mit Drucktest ermitteln

Für die Ermittlung der Garstufe über den sogenannten Drucktest, vergleichen Sie den Widerstand, den Sie am Ballen unter dem Daumen verspüren, wenn Sie Ihre Finger zusammendrücken, mit dem Druck auf das Steak:

  • Rare: Hierfür drücken Sie Ihren Daumen und Zeigefinger zusammen. Hier ist der Ballen noch sehr weich.
  • Medium Rare: Drücken Sie hier Daumen und Mittelfinger zusammen. Der Ballen ist hier schon etwas fester.
  • Medium: Nutzen Sie hierfür Daumen und Ringfinger. Der Ballen fühlt sich hierbei fester, jedoch noch etwas flexibel an.
  • Well done: Für diese Garstufe drücken Sie Daumen und kleinen Finger zusammen. Der Ballen ist hart und der Druck am stärksten.

Der Drucktest ist in der Regel sehr zuverlässig und wird daher häufig für die Ermittlung der Garstufe angewendet.

Steak erst nach der Zubereitung würzen

Wir empfehlen das Fleisch nach der Zubereitung noch für etwa 2 bis 3 Minuten ruhen zu lassen. In dieser Zeit verteilt sich der Fleischsaft im inneren des Steaks und das Fleisch „entspannt“ sich. In der Zeit können Sie das Steak mit Pfeffer und Salz, nach Belieben, würzen.

In einem weiteren Beitrag zum Thema lesen Sie: Temperatur beim Grillen smart messen.

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